Digitales #afterwOERk im Juni 2021

Was bedeutet Digitalisierung und was hat das mit globalen und innergesellschaftlichen Machtverhältnissen zu tun? Ist Technologie neutral? Wer programmiert für wen? Was steckt eigentlich hinter der Digitalisierungsstrategie des BAMF? Und woher kommt überhaupt der Strom fürs Internet? Diesen und vielen weiteren Fragen stellt sich das F3_kollektiv. Um machtkritische Perspektiven und globale Prozesse der Digitalisierung kennenzulernen und darüber zu reflektieren, entwickelte das Bildungskollektiv verschiedene Methoden für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.Auch für die Methoden selbst setzt es die Möglichkeiten des digitalen Raums ein. Ihr Bildungsmaterial steht allen Interessierten als OER frei zur Verfügung:https://www.f3kollektiv.net/#materialien.

Beim digitalen #afterwOERk am 17. Juni 2021 spricht Moderator Christian Friedrich mit Maike und Katrin vom F3_kollektiv über ihr Projekt. Die Unterhaltung findet in einem ZOOM-Meeting statt und wird für den Podcast Hamburg hOERt ein HOOU aufgezeichnet. Nach der Aufzeichnung haben Zuschauer:innen und Gäste die Möglichkeit, sich über das Projekt und ihre Arbeit auszutauschen. 

Wann?

  • Am 17. Juni 2021 um 20:00 Uhr: Die „Türen“ zum Meetingraum öffnen sich. Es folgt ein Kennenlernen und die Vorbereitung auf das Gespräch
  • 20:30: Start der Aufzeichnung. das F3_kollektiv im Gespräch mit Christian Friedrich und live Zuhörer:innen
  • 21:15 Uhr: Austausch und Fragerunde ohne Aufzeichnung. Alle Zuhörer:innen und Gäste tauschen sich aus
  • 21:45 Uhr: Ende des #afterwOERk

Wo?

Die Anmeldung ist hiermöglich. Die Zugangsdaten für den ZOOM-Raum senden wir Ihnen am Vortag per Email zu. 

Warum?

Die HOOU@HAW lädt regelmäßig zum #afterwOERk, um mit interessanten Gästen aus der Welt über ihre OER-Arbeit und -Projekte zu sprechen. Das Gespräch wird stets aufgezeichnet und im Podcast Hamburg hOERt ein HOOU veröffentlicht. Mit dem digitalen #afterwOERk haben wir versucht das Format in die digitale Welt zu übertragen und möchten weiterhin die Chance nutzen, uns auf diese Art auszutauschen. 

Veranstaltungsort: ZOOM

https://ems.hoou.de/afterwoerk/detail/registration/2021-06-17-digitales-afterwoerk-im-juni-2021.html

Mitgedacht: Roboter in meinem Leben – und jetzt? – Erfahrungsbericht zum ersten Learning Circle in Hamburg

von Axel Dürkop, Gabi Fahrenkrog, Sarah Politt und Julia Zwick
 

Beginnend mit dem 14. April 2021 trafen sich über einen Zeitraum von sechs Wochen vier Teilnehmer:innen mit Gabi Fahrenkrog (Agentur J&K – Jöran und Konsorten), Sarah Politt (Bücherhallen Hamburg/Zentralbibliothek) und Axel Dürkop (Hamburg Open Online University (HOOU) an der TU Hamburg) einmal in der Woche mittwochs um 18:00 Uhr für zwei Stunden in Zoom, um über frei zugängliches und frei verfügbares Material zum Thema Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) miteinander und voneinander zu lernen.

Der Pilot des Learning Circle in Hamburg entstand als Kooperationsprojekt von der Hamburg Open Online University (HOOU), der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), den Bücherhallen Hamburg und der Agentur J&K – Jöran und Konsorten, auf deren Initiative das Projekt zurückgeht.

Die Idee der Learning Circles

Learning Circles sind ein von der Peer 2 Peer University (P2PU) und Partnern entwickeltes, international erprobtes und wissenschaftlich evaluiertes Konzept im Bereich Open Education. Die Grundidee: Öffentliche Lernorte (z. B. Öffentliche Bibliotheken) bieten angeleitete Lerngruppen (in Präsenz) für Menschen, die an Online-Kursen teilnehmen und ihren Lernprozess absichern und erweitern wollen.

Ziel ist ein moderiertes, selbstgesteuertes und agiles Lernen in kleinen Gruppen, um der digitalen Spaltung im Bereich Bildung entgegenzuwirken. In diesem Sinne versteht sich das Projekt Learning Circles explizit als Beitrag zum Empowerment von Lernenden.

Die Idee ist einfach: Menschen, die gemeinsam zu einem vorher festgelegten Thema lernen wollen, kommen zusammen und nähern sich mit freien und offenen Bildungsmaterialien (OER) ihren individuellen Lernzielen. Dabei werden sie motiviert und begleitet von einer Person, die im Konzept der Learning Circles „facilitator“ genannt wird. Die Rolle ist ausdrücklich nicht die einer lehrenden Person, denn im Fokus steht das Lernen voneinander und miteinander.

Vorbereitung des Learning Circles in Hamburg

Gabi Fahrenkrog und Axel Dürkop hatten schon seit 2015, als die Learning Circles in den USA initiiert wurden, ihre Begeisterung für das Konzept geteilt. Bei Forschungsreisen ans MIT Media Lab in Boston, wo die P2PU verortet ist, wurde deutlich, dass auch in Deutschland nicht-akademisch vorgebildete Menschen in Learning Circles mit akademischen Inhalten lernen könnten.

In einem von der HOOU geförderten Projekt hatte Gabi Fahrenkrog für die Agentur J&K – Jöran und Konsorten in Kooperation mit der HAW Hamburg das Konzept und die Materialien der Learning Circles 2020 für den deutschen Kulturraum übersetzt und angepasst. In Gesprächen mit Julia Zwick (Agentur J&K – Jöran und Konsorten), Gabi Fahrenkrog und Sarah Politt von den Bücherhallen Hamburg entstand Ende 2020 schließlich die Idee, das Learning-Circle-Konzept auszuprobieren. Dabei sollten die adaptierten Materialien überprüft und ggf. weiter angepasst werden. Sie erscheinen zeitnah im Zusammenhang mit diesem Bericht auf der HOOU-Plattform.

Erste Erfahrungen mit frei zugänglichen und offenen Ansätzen gab es in unserem Team durch die Veranstaltungsreihe “Technik, Ethik, Zukunft – was denkst du?”, die Axel Dürkop als HOOU-Projekt monatlich in der Zentralbibliothek durchführt. Zu diesen eineinhalbstündigen Sitzungen sind alle Menschen eingeladen, die über ethische Fragestellungen aktueller Technologietrends diskutieren möchten und sich dafür interessieren, wie bspw. KI, Blockchain, Genscheren und andere aktuelle Technologien funktionieren. Die Veranstaltungsreihe verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die Learning Circles, nur dass die Sitzungen in sich abgeschlossen sind und sich die Teilnehmenden zu Beginn der Sitzung mehr oder weniger spontan auf ein Thema einigen.

In unserem Team waren wir Anfang 2021 überein gekommen, den Fokus für einen Learning Circle auf das Themenfeld Robotik und KI zu lenken. Denn in der Veranstaltungsreihe “Technik, Ethik, Zukunft – was denkst du?” hatten wir gelernt, dass die Teilnehmenden immer wieder Interesse hatten, über Algorithmen, maschinelles Lernen und Big Data zu sprechen. Dazu kam, dass der Veranstaltungsbereich der Bücherhallen Hamburg sich das Thema Robotik für 2021 als Schwerpunktthema gesetzt hatte.

Die Themenauswahl

Anfang April 2021 veröffentlichten wir daher die Einladung zu einem sechswöchigen Learning Circle in der Zentralbibliothek (online). Die Interessierten konnten aus drei Themenfeldern auswählen, die wir mit beispielhaften Fragestellungen angekündigt hatten:

1. Roboter im Haushalt

  • Überwacht mich eigentlich mein Staubsauger?
  • Welche Vor- und Nachteile haben intelligente Sprachboxen?
  • Wie funktionieren automatisierte Häuser?

2. Roboter und Arbeitsplätze

  • Nimmt mir ein Roboter in Zukunft den Arbeitsplatz weg?
  • Welche Aufgaben können Roboter heute erfüllen, was werden sie in Zukunft können?
  • Werden Roboter entwickelt, die Arbeiten übernehmen, die für den Menschen gefährlich oder gesundheitsschädlich sind?

3. Roboter im Verkehr

  • Werden sich bald selbstverständlich autonome Fahrzeuge unter den Verkehr mischen?
  • Lenken Roboter Autos besser als Menschen?
  • Wie erkennt ein autonomes Fahrzeug mich als Radfahrer:in oder Fußgänger:in?

Bis kurz vor dem Start am 14. April 2021 hatten sich sieben Teilnehmer:innen angemeldet, von denen vier zum ersten Termin erschienen sind (und bis zum Ende dabei waren, soviel sei hier schon mal gespoilert!).

Materialauswahl

Das Konzept der Learning Circles sieht ursprünglich vor, dass die Person in der Facilitator-Rolle einen Online-Kurs auswählt, den sie für geeignet hält und diesen der Gruppe vorschlägt. Entscheiden sich die Interessierten für den Kurs, wird er in sechs bis acht Sitzungen gemeinsam durchgearbeitet. Dahinter stecken Erfahrungen und Forschungsergebnisse aus den Jahren 2012 bis 2015, dass Menschen ohne akademische Vorbildung der Zugang zu sogenannten Massive Open Online Courses (MOOCs) und ähnlichen Kursmaterialien schwer fällt. Dazu kommt, dass es sehr viel Selbstmotivation und Disziplin braucht, um selbständig Online-Material durchzuarbeiten, was für viele Lernwillige eine zu große Herausforderung darstellt. Die eigentliche Idee, akademische Bildung zu demokratisieren, läuft somit Gefahr, ins Leere zu laufen, wenn der freie Zugang im Netz nicht mit weiteren Maßnahmen und Angeboten flankiert wird. Am wichtigsten ist hierbei, das Lernen mit- und voneinander zu ermöglichen, damit Interessierte mit ihren Fragen und Herausforderungen nicht alleine sind. Die Lerngruppe, die durch die Learning Circles angeboten wird, wird damit zu einer weiteren Bedingung für erfolgreiches Lernen mit offenen Inhalten im Netz. In der Wissenschaft wird dieser pädagogische Diskurs unter Open Education und Open Educational Practices geführt.

Bei der Recherche im Vorfeld unserer Learning Circles ergab sich leider – wir hatten es schon geahnt – , dass es in deutscher Sprache kaum Kurse zu Robotik gibt, die für unsere Themenvorschläge geeignet waren. Wir hätten entscheiden können, den Learning Circle nach dem vorhandenen Angebot auszurichten, haben aber einen anderen Weg gewählt und in jeder Sitzung das Material, mit und an dem wir gelernt haben, gemeinsam mit der Gruppe zusammengetragen. Dieser Weg, das Expert:innenwissen aller beteiligten im Gespräch zu dokumentieren, hat sich in unserer Lerngruppe als gut und richtig erwiesen.

Durchführung des Learning Circles zu „Robotik und KI“

Erste Sitzung

In der ersten Sitzung haben sich zunächst alle Teilnehmenden vorgestellt. Neben Axel Dürkop, der die Rolle des Facilitators für den Learning Circle übernahm, waren auch regelmäßig Sarah Politt für die Bücherhallen und Gabi Fahrenkrog dabei. Gabi, Sarah und Axel haben transparent gemacht, dass sie schon sehr lange einen Learning Circle veranstalten wollten und ihre Freude zum Ausdruck gebracht, dass dies nun zusammen mit den vier Teilnehmenden möglich wird. Zudem haben wir mit den Teilnehmenden geteilt, dass wir uns selbst für das Themenfeld Robotik interessieren und uns nicht als Lehrende begreifen, sondern als Mitlernende.

Da drei Robotik-Themen zur Auswahl standen, haben wir zunächst diskutiert, was wir uns von diesen erwarten können. Es ergab sich schließlich ein Konsens für das Thema “Robotik im Haushalt”, u. a. weil diese Maschinen uns am nächsten schienen. Axel hatte für die erste Sitzung ein HedgeDoc-Pad vorbereitet, das bei Kenntnis der Adresse frei und ohne Anmeldung zugänglich für alle Teilnehmenden war.1 Der Vorschlag, hier gemeinsam zu schreiben und zu arbeiten, wurde von allen akzeptiert. Außer Mails, die Axel nach jeder Sitzung mit einer Zusammenfassung verschickt hat, kamen keine weiteren Tools zum Einsatz.2

Für die Kommunikation mit den Teilnehmenden haben wir uns das individuelle Einverständnis geholt, über Mail für den Zweck des Learning Circles zu kommunizieren. Nachdem sich die Teilnehmenden durch die Diskussion ein bisschen besser kennengelernt hatten, haben wir aus dem Team vorgeschlagen, auch die Mailadressen untereinander zu teilen, um über die Wochen miteinander in Kontakt treten zu können. Dem haben alle zugestimmt, jedoch wurde diese Möglichkeit während der sechs Wochen unseres Wissens nach wenig bis gar nicht genutzt. Erst jetzt nach dem Ende des Learning Circles wird dieser Kanal genutzt, um einander weiterhin über Quellen und Inspirationen zu informieren.

Lernen in der Diskussion

In der zweiten Sitzung haben wir alle festgelegt, was wir in den fünf weiteren Sitzungen erreichen bzw. lernen wollen, und dies in unserem Pad schriftlich festgehalten. Im Laufe der Sitzungen konnten wir so immer wieder darauf zu sprechen gekommen. Im Rückblick auf den Learning Circle sind wir überzeugt davon, dass u. a. diese gleichberechtigte und hierarchiearme Struktur in der Zusammenarbeit zu der offenen Lernathmosphäre in der Gruppe beigetragen hat.

Gemäß des Konzepts von Learning Circles haben wir jede Sitzung damit begonnen, interessante oder spannende Beobachtungen zum Thema aus der vergangenen Woche zu berichten. Axel hatte mehrmals einen Text ausgesucht, an dem wir uns abgearbeitet haben. Allerdings überwog die Lust, miteinander in den Austausch zu treten, und die gemeinsame Zeit nicht auf “Stillarbeit” zu verwenden.

Thematisch haben wir in diesem Modus sehr viele Facetten des Komplexes Robotik und KI gestreift. Ausgehend von der Darstellung in Film und Science Fiction haben wir über Rollenbilder von Robotern und KIs gesprochen, Genderaspekte diskutiert und das Verhältnis von Mensch zu Maschine zu greifen versucht. Wir haben untersucht, was eine zu große Ähnlichkeit von Maschinen zu Menschen mit uns macht (uncanny valley) und ob wir Roboter ähnlich wie Tiere betrachten sollten (z. B. The New Breed von Kate Darling, 2021).

Weiter haben wir über human enhancement und Transhumanismus gesprochen, einen Exkurs zur Singularity unternommen und immer wieder die Rolle von Robotern und KI in Kunst und Theater besprochen. Unsere Diskussion kann anhand unserer frei zugänglichen Lernmaterialie und den dortigen Zusammenfassungen nachvollzogen werden (im Erscheinen).

In Kontakt bleiben

Axel hat nach jeder Sitzung eine Zusammenfassung an die Gruppe geschickt und die wesentlichen Punkte der Diskussion noch einmal gedanklich aufgearbeitet. Es ist nicht vorgekommen, dass eine teilnehmende Person unserer Gruppe unentschuldigt gefehlt hat. Wie schon erwähnt, kam nach Ende unseres Learning Circles schon eine erste Mail einer Teilnehmerin mit neuen Informationen zu unserem Thema.

In der letzten Sitzung haben wir besprochen, ob und wie wir unseren Austausch fortsetzen können, und uns auf Mail verständigt, falls es zu einer Neuauflage eines Learning Circles kommt.

Zusammenfassung und Ausblick

Wir werten den ersten Learning Circle in Hamburg zum Thema Robotik und KI als vollen Erfolg. Diesen messen wir nicht an der Zahl der Teilnehmer:innen, sondern an der Qualität und Intensität der Debatte sowie der sozialen Verbindlichkeit, die sich in unseren Online-Sessions entwickelt hat.

Das deutschsprachige Anleitungsmaterial, das im Nachgang des Learning Circles auf der HOOU-Plattform veröffentlicht werden wird, ermöglicht es allen Interessierten, selbst einen Learning Circle anzubieten. Öffentliche Bibliotheken eignen sich mit ihren frei zugänglichen Lernräumen sehr gut dazu, gemeinsam in dieser Form zu lernen.

Dass wir den Learning Circle per Videokonferenz durchführen mussten, war nach einem Jahr pandemiebedingter Einschränkungen zumindest für unsere Gruppe kein Problem. Wir sind uns aber im Klaren, dass wir durch diese Form ggf. Menschen nicht für das Angebot gewinnen konnten, die zwar interessiert waren, denen der Zugang aber aus diversen Gründen verwehrt ist. Möglich ist auch, dass die Bewerbung des Angebots auf rein digitalem Weg ebenfalls ausschließend war.

Besonders aus diesem Grund freuen wir uns auf eine zukünftige Neuauflage der Learning Circles. Dann ist es hoffentlich möglich, bspw. die Laufkundschaft der Bücherhallen mit größerem zeitlichen Vorlauf für das Angebot zu interessieren, das Thema in einer partizipativeren Form auszuhandeln und die Sitzungen in Präsenz durchzuführen.


  1. Wir veröffentlichen die Inhalte dieses Pads zeitnah als redaktionell bearbeitetes OER-Material.↩︎

  2. Axel hat in der vierten Sitzung einen Versuch unternommen, das Tool Hypothesis zum Lesen eines Textes einzusetzen. Dazu kam es aber nicht, weil die Sitzung anders verlaufen ist. Es wurde keine Ablehnung gegenüber dem Tool geäußert. Beim nächsten Mal würden wir versuchen, es früher und zentraler zu etablieren.↩︎

CC

Mitgedacht: Roboter in meinem Leben – und jetzt? – Erfahrungsbericht zum ersten Learning Circle in Hamburg is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International license.

Hamburg hOERt ein HOOU: stARTcamp meets HOOU

Vorschaubild für die Podcastfolge "startcamp meets HOOU" zeigt eine Frau vor einem alten Radio

Aufzeichnungsdatum:: 26. Mai 2021

mit:

Katrin Schröder, Multimedia Kontor Hamburg, HOOU

Christian Holst, Studiengangskoordinator an der Leuphana Universität Lüneburg, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des stARTconference e.V.

Katrin Schröder hat Sprachen, Wirtschaft- und Kulturraumstudien an der Universität Passau studiert. Sie war von 2006 bis 2017 als Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt Digitale Kommunikation/Marketing an verschiedenen Theatern und Museen tätig. Dort baute sie Social-Media-Accounts auf und setzte vielfältige digitale Events um. So initiierte sie unter anderem den ersten Tweetup an einem deutschsprachigen Stadttheater, rief InstaContests und InstaWalks ins Leben und baute intensive Blogger-Relations auf.

Seit 2017 betreut sie übergreifend am Multimedia Kontor Hamburg die digitalen Auftritte der diversen HOOU-Projekte an den Hamburger Hochschulen und gibt regelmäßig Vorträge sowie Seminare zur Online-Kommunikation in Bildungs- und Kultureinrichtungen.

Zusammen mit Christian Holst ist sie seit fünf Jahren für das Hamburger stARTcamp verantwortlich.

Katrin bei Twitter und Instagram @schroederkatrin

Christian Holst ist Studiengangskoordinator des Masters Arts and Cultural Management an der Professional School der Leuphana Universität Lüneburg. Er unterrichtet zudem als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen, darunter die HAW Hamburg und die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Holst ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied des stARTconference e.V., der sich mit der digitalen Transformation des Kulturbetriebs beschäftigt. Frühere berufliche Stationen waren die Zürcher Hochschule der Künste, das Opernhaus Zürich sowie das Oldenburgische Staatstheater.

Christian bei Twitter und Instagram: @culturelab

Am 11. Juni 2021 findet im digitalen Raum über ZOOM das Hamburger stARTcamp meets HOOU 2021 statt: #scHH21. Auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung als Kooperation des Multimedia Kontor Hamburg mit dem stARTconference e.V. organisiert, mit Unterstützung durch die Hamburg Open Online University, gefördert durch die Nordmetall Stiftung.

Wir sprechen in dieser Episode über die Tradition der stARTcamps, die Möglichkeiten, als Teilgebende dabei zu sein, das aktuelle Schwerpunkt-Thema „Herausforderung angenommen? Wie Wissenschaft und Kultur soziale Verantwortung und Digitalisierung leben“, wir hören von den vergangenen stARTcamps und erfahren, was in Zukunft noch geplant ist.

Shownotes:

Nähere Informationen zum stARTcamp meets HOOU #scHH21: https://www.hoou.de/teams/startcamp-hamburg-meets-hoou

Anmeldung: https://www.mmkh.de/digitale-lehre/startcamp-meets-hoou.html

Un-Podcast zum stARTcamp meets HOOU 2019, erschienen bei Hamburg hOERt ein HOOU: https://soundcloud.com/hamburghoerteinhoou/unpodcast-und-auftakt-startcamp-meets-hoou

Ausführliche Dokumentation des stARTcamp meets HOOU 2019 mit Texten und Videos:

Feedback und Fragen zum Podcast per Mail oder über Socia Media:

team_hoou@haw-hamburg.de

Social Media Kanäle:

Die HAW_HOOU bei Twitter: @HOOU_HAW

Das Multimedia Kontor Hamburg bei Twitter: @mmkhde

Die HOOU bei Twitter und Instagram: @HOOUHamburg

Musik: Jakob Kopczynski, HAW-HOOU

Foto Christian Holst: Nicolas Büchi

Foto Katrin Schröder: Multimediakontor Hamburg

Die Vielfalt sozialer Verantwortung erleben – mit der Hamburg Open Online University

Soziale Verantwortung. Illustrierte Menschenkette vor den Weltkontinenten.

Seit 2018 bietet die Hamburg Open Online University (HOOU) kostenfreie, akademische Online-Kurse an. Eine größere Anzahl der Kurse beschäftigt sich mit der Themenvielfalt sozialer Verantwortung. Die jeweiligen Lernangebote bieten allen Interessierten einen einfachen und erlebbaren Zugang zum Thema: von Gesangstechnik für Menschen mit Autismus, über diversitätsbewusste Mediengestaltung bis hin zum Wissenspodcast MobilCast, welcher über aktuelle Entwicklungen zukünftiger und nachhaltiger Mobilitätskonzepte informiert.

Soziale Verantwortung: illustierte Menschenkette vor den Kontinenten der Erde. In Farbe.

Das Projekt der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) “The music of inclusion” vermittelt Gesangstechnik und Musiktheorie für Menschen mit Autismus und anderen geistigen und kognitiven Einschränkungen. Hinter dem Projekt stehen Jimmy Herrera und Adriana Espinal. Das Besondere: Jimmy ist selbst Autist. Die Qualifikationen und Erfahrungen der beiden Lehrenden ermöglichen ihnen eine für ihre Zielgruppe passende Unterrichtsweise. In den Lernvideos erleichtern sie zum Beispiel mit Hilfe von Farben und Figuren ihren Schülern das selbstständige Erlernen von musikalischen Noten und rhythmischen Konzepten.

Alle Materialien werden auf Spanisch und Deutsch verfügbar sein. Die erste von sechs Lektionen ist bereits auf Spanisch online, die Veröffentlichung in deutscher Sprache erfolgt demnächst.

Ziel des Lernangebots „Inklusion in der Musikpädagogik“ der HfMT ist die Sensibilisierung für musikpädagogische Prozesse im Umfeld von Inklusion. Denn kaum ein Bereich in der Musikpädagogik ist so umstritten wie die Frage nach Inklusion. Das Lernangebot beschreibt die hier vorliegenden Möglichkeiten und Grenzen. So zeigen sich die unterschiedlichsten Defizite im Fach Musik besonders im Alltag, wenn es etwa um die Frage der Körperbehinderung beim Klassenmusizieren, die Frage des Autismus beim Hören von Musik mit besonderen Lautstärken oder um Einschränkungen in der emotionalen, sozialen oder geistigen Entwicklung geht. Binnendifferenzierendes Arbeiten in der Regelschule ist zwar gewünscht, oftmals jedoch nur schwer umzusetzen.

Prof. Dr. Hans Bäßler, Professor für Musikpädagogik an der HfMT und Projektleitung: „Ein inklusives Lernen in unseren Schulen kann nur dann gelingen, wenn es alle Sinne einbezieht, dazu gehört auch die Musik.“

Das HOOU Lernangebot setzt hier an und beinhaltet neben Videos auch ein Gespräch mit zwei der führenden deutschen Sonderpädagogen für Musik. In den freiverfügbaren Videos werden Instrumente für das Klassenmusizieren vorgestellt, die teilweise für motorisch und körperlich eingeschränkte Menschen entworfen wurden.

Ein anderes, aber wichtiges Thema greift das Projekt „Diversify“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) auf: geschlechtergerechte Sprache. Über diese wird medial viel gestritten. Die Webseite „Diversify!“ zeigt, dass diversitätsbewusste Mediengestaltung noch viel mehr umfasst: Zum Beispiel barrierefreies Posten auf Social Media, Veränderung diskriminierender Medientechnik oder Empowerment-Journalismus.

Sofia Mintre, Projektkoordinatorin OER Diversify!: „Mehr Diversität in den Medien bedeutet einerseits inklusive Sprache und nicht-hierarchische Bildgestaltung. Es geht aber auch darum, mehr Frauen, Menschen of Color oder Personen mit Beeinträchtigungen in Entscheidungspositionen zu bringen.“

Das neu im April 2021 veröffentlichte Lernangebot der HAW Hamburg wurde mit dem Ziel konzipiert, eine vielfältigere und diskriminierungsfreie Medienlandschaft zu unterstützen. Lernende können sich anhand von aktuellen und alltäglichen Medienbeispielen, anwendungsnahen Praxistipps und Übungen sensibilisieren. So ist es u.a. möglich die eigene Perspektive zu erweitern und zu lernen, wie Diskriminierung auf sprachlicher und Bild und Ton-Ebene leicht erkennbar ist.

Das bereits 2019 entstandene Online-Angebot „How to Gestaltungsberatung“ der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) vermittelt einen praktischen, kostenfreien Zugang für selbstständige, gestalterische Arbeit. In sechs Online-Lektionen, die durch eine übergreifende Audiospur verbunden sind, wird der Weg zu einer neuen Gestaltungsberatung aufgezeigt – anhand praktischer Hilfestellungen und am Beispiel internationaler, historischer Referenzprojekte aus Kunst, Architektur, Design und Aktivismus. Eine Chatdiskussion mit Mitgliedern des Teams über die zentralen Arbeitsthesen, eine animierte Grafik des Designprozesses und ausgewählte Praxisbeispiele vermitteln anschaulich die Arbeitsweise. Damit gibt das Online-Angebot Anreize und Hilfestellung für die Gründung einer eigenen Gestaltungsberatung.

An der Technischen Universität Hamburg (TUHH) werden dieses Jahr zwei neue Projekte entwickelt, welche sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema soziale Verantwortung auseinandersetzen:

Im Rahmen des Projekts MobilCast entsteht ein Wissenschaftspodcast, welcher über aktuelle Entwicklungen zukünftiger und nachhaltiger Mobilitätskonzepte informiert. Ziel ist es bei allen Podcast-Folgen, aktuelle technische, aber auch gesellschaftspolitische Entwicklungen im Mobilitätssektor aufzugreifen und diese für eine interessierte Öffentlichkeit aber auch für Studierende der fachlich nahestehenden Studiengänge nachvollziehbar zu machen. In der ersten Folge, welche voraussichtlich im August erscheint, werden die technischen Grundlagen der biogenen Kraftstoffe vorgestellt und erklärt. Anschließend fokussiert sich die zweite Folge auf die Einordnung dieser Technologien. Hierbei sind vielfältige rechtliche, aber auch soziale und moralische Fragestellungen zu beantworten.

Das weitere HOOU-Projekt der TUHH “Collaborative Ideation: Design Methods going Digital” beschäftigt sich mit der Frage, wie Methoden der Produktentwicklung in ein innovatives, digitales Format überführt werden können, um sie selbstständig zu erlernen, zu verstehen und anzuwenden. Auf der HOOU-Plattform stehen im Laufe des Jahres Methoden und Werkzeuge der systematischen Problemidentifikation und Lösungsfindung zum Selbststudium zur Verfügung. Um das Potenzial der digitalen, innovativen und interaktiven Möglichkeiten zu nutzen und auf gemeinsame kreative Ideenfindung zu gehen, wird in einer Workshopreihe im November 2021 das Problem “Plastikmüll in Natur und Umwelt” beleuchtet. Weitere Informationen sind hier zu finden: https://writemd.rz.tuhh.de/p/_q6qc4-eA#/

Über die HOOU

Die Hamburg Open Online University (HOOU) ist eine Gesellschaft unter Beteiligung der Freien und Hansestadt Hamburg, fünf staatlicher Hamburger Hochschulen, der Multimedia Kontor Hamburg gGmbH und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die beteiligten Hochschulen sind: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), Technische Universität Hamburg (TUHH), HafenCity Universität (HCU), Hochschule für bildende Künste (HFBK), Hochschule für Musik und Theater (HfMT).

Als Plattform für Kollaboration und Kooperation setzt sich die HOOU für die Öffnung von Hochschulen ein und koordiniert die kooperative Zusammenarbeit von Bildungsanbietern zur Ausgestaltung qualitätsgesicherter, innovativer digitaler Lernangebote. www.hoou.de

Pressekontakt
Lara Kranz
Referentin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)40 – 296 569 08 I kranz@hoou.de
Twitter: @HOOUHamburg

Projektabschluss “Pimp my 3D”

Was tun mit einem kaputten 3D-Drucker, wenn er nicht mehr repariert werden kann? Als Dario Quiñones ein ebensolches Exemplar vermacht bekam, hauchte er ihm als Instrument neues Leben ein. Durch eine Förderung bei Hacks & Tools wurde ein Projekt draus, das nun, eineinhalb Jahre später als OER-Lernangebot auf www.hoou.de seinen Platz gefunden hat. 

„Pimp my 3D-Printer” ist ein Hack-Projekt, das Elektronik wiederverwertet, um ihr einen neuen Platz in der Gesellschaft zu geben.

Das Lernangebot ist in 8 Kapiteln aufgebaut und versorgt euch mit theoretischem Hintergrund zu 3D-Druckern, Programmierung und Musik, bietet euch bereits fertig programmierte Software und ein Patch für Raspberry Pi, zeigt in Schritt-für-Schritt Anleitungen wie ihr euch selber eine Zither baut und richtet sich an alle, die gerne basteln und tüfteln.

Ein Plektrum, welches an einem gepimpten 3D-Drucker befestigt ist, schwebt über einer selbstgebauten Zither.
Der 3D-Drucker in Action.

HOOU@HAW: Eure OER ist eine umfangreiche Lernressource geworden. Kann ich auch ohne Zugang zu einem 3D-Drucker etwas lernen?

Na klar kann man das. Wir haben in unserer OER alles ausführlich erklärt und so kann man auch, ohne selbst einen 3D-Drucker zu haben, in die Grundlagen von PureData reinschnuppern. Außerdem bekommt man praktische Tipps wie man sich selbst ein E-Zither bauen kann.

HOOU@HAW: Alle Materialien sind unter offenen Lizenzen veröffentlicht worden. War Openness schon vor der Förderung etwas, mit dem ihr zu tun hattet?

Einige Teammitglieder hatten schon Erfahrungen mit Openness, wir haben uns bei Hacks & Tools kennengelernt und haben uns dort mit dem Openness-Konzept tiefer beschäftigt.

HOOU@HAW: Hat euch die Pandemie vor Herausforderungen in der Umsetzung gestellt? Wenn ja, welche?

Auf jeden Fall, wir konnten uns nicht so einfach treffen und das hat unseren Zeitplan völlig durcheinandergebracht. Wir haben auch versucht bis zum Schluss den Workshop noch offline durchzuführen was jetzt leider doch nicht möglich ist.

HOOU@HAW: Ihr konntet alle Ziele zeitlich und inhaltlich einhalten. Gab es etwas, was ihr rückblickend anders hättet machen wollen, oder euch überrascht hat?

Wir haben den ganzen administrativen Teil unterschätzt. Wir haben uns aber doch schnell hineingefuchst und daraus viel gelernt.

Für alle, die Lust haben, sich das Ganze mal „live“ anzuschauen, findet am 28.05.21 um 19:00 ein Workshop statt.

Im Workshop werden wir unser Projekt vorstellen und erklären. Zum Schluss kann dann jede:r die*der möchte, den 3D-Drucker auch selbst einmal aus der Ferne steuern.

Der Zoom-link wird auf unserer Facebookseite ab 18 Uhr bekannt gegeben. 

https://www.facebook.com/PimpMy3DPrinter/

Wir freuen uns auf Euch!

HOOU@HAW: Euer Workshop findet, anders als geplant nicht in einem Makerspace, sondern digital statt. Wollt ihr das irgendwann noch nachholen?

Ein Workshop in einem Makerspace wäre natürlich ideal. Mal sehen was in der Zukunft kommt.

Danke für die schöne Zusammenarbeit und das tolle Endergebnis.

Online Workshop “Pimp my 3D”

Das großartige Hack-Projekt “Pimp my 3D” stellt das dazugehörige Lernangebot vor und zeigt euch live, wie so ein 3D-Drucker als Instrument funktioniert. Die Möglichkeiten der musikalischen Nutzung sind beinahe endlos und vor allem nicht auf ein Instrument beschränkt. Lernt in dem Workshop, wie ihr mit dem Lernangebot Schritt für Schritt einen 3D-Drucker umbauen könnt und in welchen (pädagogischen) Kontexten ihr damit arbeiten könnt. Zum Schluss habt ihr selber die Möglichkeit, den Drucker aus der Ferne remote zu steuern.

Der Workshop findet am Freitag, den 28.05.21 um 19:00 statt. Weitere Infos bekommt ihr hier: https://www.facebook.com/events/220031139627258/

Hier gibt es einen kleinen Einblick, wie das Ganze am Ende aussehen könnte:

Hamburger Hochschulallianz für Nachhaltigkeit und der Masterplan BNE in Hamburg: Erfahrungen, Wegmarken und Perspektiven

Grafik menschliche Gruppe im Kreis

Datum: 21.05.2021, Uhrzeit: 12:00 – 14:00

Ort: Online / Hamburg Open Online University

Die flächendeckende und tiefgreifende Verankerung von Maßnahmen Nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen stellt eine große Herausforderung dar. Seit 2015 gibt es die Hamburger Hochschulallianz für Nachhaltigkeit (HaHoNa). Mit Mitgliedern der HaHoNa und weiteren Engagierten staatlicher und privater Hamburger Hochschulen sowie Vertretern der Zivilgesellschaft sind im Rahmen des Hamburger Masterplans Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den vergangenen Jahren für den Bildungsbereich Hochschule in Form von Beteiligungsprozessen Maßnahmen entworfen worden, wie BNE in den Hamburger Hochschulen weiter gefördert und integriert werden kann. Diese Maßnahmen knüpfen nicht nur an den Nationalen Aktionsplan BNE, sondern zugleich auch an das vom BMBF geförderte Verbundprojekt und Netzwerk HochN an. Die Veranstaltung bietet Einblicke in Höhen und Tiefen des Prozesses, dessen Ergebnisse sowie nächste Schritte und lädt zum Teilen von Erfahrungen zur Verankerung von BNE im Hochschulkontext ein.

Art der Veranstaltung: Workshop

Veranstaltungsort: digital

Weitere Aktivitäten geplant: ja, Fortschreibung des Hamburger Masterplans BNE (für den Bildungsbereich Hochschule) und schrittweise Adaptierung von Maßnahmen mit besonderer Verknüpfung von BNE und SDGs.

Anmeldung: kann hier erfolgen.

Digitalisierung neu denken – Bewerbungsstart für die HOOU Projekte an der TUHH

In den letzten Jahren und vor allem auch durch die Corona-Pandemie hat Digitalisierung in Lehre und Forschung eine ganz neue Bedeutung erhalten. Doch welche Möglichkeiten gibt es, Aktivitäten aus der Präsenz nicht einfach nur zu digitalisieren, sondern neu zu denken? Genau dieser Frage stellt sich die HOOU an der TUHH: methodisch, didaktisch, technisch und strukturell neue Wege des Lehrens und Lernens in digitalen Räumen gehen und dabei Lehre und Forschung sichtbar machen.

Als HOOU-Projekt an der TUHH erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Idee Wirklichkeit werden zu lassen, sie experimentell zu erproben und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Team der HOOU@TUHH unterstützt dabei durch Expertise in den Bereichen Mediendidaktik, Medienproduktion, technische Umsetzung und Kommunikationsdesign. Als institutionsübergreifender Verbund bietet die HOOU für die Projekte vor allem zwei Dinge: Reichweite und Sichtbarkeit.

Für alle Projektideen gilt: Viele Dinge sind möglich! In der kommenden Förderrunde stehen dabei vor allem die folgenden Leitideen im Vordergrund:

// Zukunftstechnologien
// Sustainable Development Goals (SDGs)
// Neue Formate des Lernens
// Wissenschaft kurz erklärt

Falls Sie also eine passende Projektidee zu diesen Leitideen haben und die digitale Forschung und Lehre an der TUHH aufmischen wollen, bewerben Sie sich für eine Förderung bei der HOOU@TUHH! Da es auch die Möglichkeit gibt, einen Antrag als Kooperationsprojekt zu stellen, sind dabei nicht nur Professor:innen der TUHH gefragt.

Alle Infos zum Antragsverfahren, den Förderbedingungen und auch den neuen flexiblen Förderungsmodellen finden sich auf der HOOU@TUHH Webseite: https://hoou.tuhh.de/mitmachen.

Lernen Sie die HOOU an der TUHH kennen und reichen Sie bis zum 15. Juli Ihre Projektidee für 2022 ein. Wir freuen uns auf Ihre Anträge!

SeaPiaC – Sustainable Nature-based Coastal Protection in a Changing Climate

The aim of the project is to create a digital collaborative learning environment in which students of TUHH and NCKU collaborate on challenges of sustainable nature-based coastal protection in times of a changing climate. In this way, students not only broaden their professional horizon by learning about processes in coastal areas, coastal protection (in their local coastal environment but also in the respective foreign coastal environments) and the impact of the climate change on the coastal protection, but also the students broaden their human horizon by collaborating with students from a different cultural background. In this way, they train their communicative and social skills.
The lecturers also benefit from the development and implementation of the learning module. They gain insight into the teaching activities and teaching methods of the other partner institution and thus train their communicative, social and also didactic skills.
Didactical key aspect of the learning module is the concept of Challenge-Based Learning applied to practical questions of coastal protection in a changing climate. On the HOOU platform a suitable digital environment for collaborative learning is provided, in which the students work together on the challenges. The required expertise is provided in consistent and consecutive learning units with the corresponding learning material on the HOOU platform. The results and documentations from the processing of the coastal protection issues complement the learning materials on the HOOU platform. Both together can also serve as a further education offer for interested third parties (e.g. interested public, school teachers and students).

18. Mai 2021, 12 Uhr, ARIC Brown Bag Sessions: Mein Weg zu KI

HOOULOGO

In der Video- und Podcastreihe “Mein Weg zu KI” werden Akteur:innen aus der Hamburger Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt, die sich für “Künstliche Intelligenz (KI)” begeistern. Im Interview werden prägende Quellen und Inspirationen, Vorbilder und Visionen erfragt und individuelle Lernpfade zu KI rekonstruiert. Zuhörer:innen entdecken auf diesem Weg die Potenziale und Einsatzmöglichkeiten von “KI” in konkreten Anwendungs- und Forschungskontexten.

Die Session gibt einen Einblick in das Konzept und zeigt auf, welche Möglichkeiten der Beteiligung es für die KI-Schaffenden in Hamburg geben kann.

“Mein Weg zu KI” ist eine Kooperation der Hamburg Open Online University (HOOU, https://hoou.de) und ARIC e.V.

Referenten: Axel Dürkop & Jan von Roth (Hamburg Open Online University (HOOU) und Multimediakontor Hamburg (MMKH)): Mein Weg zu KI – Eine Kooperation von HOOU und ARIC e.V.


Remote Brown Bag Sessions des ARIC Hamburg

Das ARIC Hamburg (aric-hamburg.de) organisiert sogenannte “Brown Bag Sessions”, die derzeit jeden Dienstag und Donnerstag jeweils von 12:00 bis 12:30 stattfinden. Experten aus Wissenschaft und Forschung, Unternehmen, Politik und Gesellschaft sprechen zur Mittagszeit zu spannenden Themen und Projekten aus den Bereichen Artificial Intelligence, Data Science, Data Architecture, AI Business Development, etc. In diesem Repository sind die Agenda für die Vorträge zu finden und — soweit eine Freigabe vorliegt — auch die Folien und Codes.

Über dann nachfolgenden Link könnt ihr euch gerne dazuschalten (ihr könnt euch dazu die Microsoft Teams App kostenlos runterladen oder einfach über euren Webbrowser daran teilnehmen):

https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_ZTBlMzE4YTUtYmQ0ZC00OGJhLWE5YWEtYmU1MDI4N2Y0YjI0%40thread.v2/0?context=%7b%22Tid%22%3a%22b2f09837-8b02-4136-9f46-52ffb6b93f9a%22%2c%22Oid%22%3a%2230ac9a78-0adf-416f-bd76-afc7935555ef%22%7d