Der LEADR-Leitfaden zur Reflexion von Gruppensituationen in der Erprobung

Titelbild LEADr

LEADERSHIP WITH REFLECTION, abgekürzt „LEADR“, ist ein Frage-Leitfaden zur Reflexion von zurückliegenden Veranstaltungen, Sitzungen, Lehr- oder Unterrichtseinheiten – kurz: zur Reflexion von allen Gruppensituationen, die eine Leitung erfordern.

Alle, die leiten, haben sicherlich schon einmal die Erfahrung gemacht, dass nach einer Gruppensituation die Gedanken durch den Kopf schwirren. Man hat einen unerklärlichen Knoten im Bauch oder Kopf und fragt sich: „Was ist denn da falsch gelaufen?“ oder auch: „Woran genau lag es, dass es so gut gelaufen ist?“ Innehalten und strukturiert reflektieren wäre in solchen Momenten wertvoll, doch dann gerät die Sache schnell in Vergessenheit, weil andere Aufgaben und der Alltag warten. 

Um aus der reflektierenden Rückschau unmittelbar lernen zu können (auch unabhängig von einer Supervision oder einer kollegialen Beratung), entwickelt das Projektteam von LEADR ein Online-Tool zur Leitungsreflexion auf dem Hintergrund der Themenzentrierten Interaktion (TZI).

Die Nutzenden können eine Gruppensituation mit Hilfe von 30 Fragen schriftlich im Tool beantworten und ihre Antworten zum Schluss als offenes Textdokument speichern und ggf. ausdrucken. Aus dem Nachdenken über die Fragen entwickeln sich erfahrungsgemäß Ideen für Änderungsschritte. 

Der Fragebogen basiert auf dem 4-Faktoren-Modell der TZI. Besonders an dieser Methode ist das Augenmerk auf die Haltung und das Verhalten der Leitungsperson. Ganz nebenbei können Interessierte eine Einführung in die TZI erhalten, wenn sie auf die Info-Buttons klicken, die wissenschaftliche Hintergründe zu den jeweiligen Frage-Komplexen erläutern und auf weiterführende Literatur verweisen.

Hier ein Blick auf die erste Seite. 

Am 15. Juli haben 11 Expert*innen verschiedener Fachrichtungen zusammen mit dem Projektteam in einem Workshop den Leitfaden ausprobiert. Die Gruppe aus Lehrer*innen, Weiterbildner*innen von Lehrpersonal, Ausbilder*innen in TZI und freiberuflichen Berater*innen gab differenziertes Feedback zu Inhalt, Aufbau und Design des Tools. 

Es war eine profunde Runde, die mit großer Freude am professionellen Austausch zusammengearbeitet hat. Das Feedback von Bianca Gloe, Fachfrau für Führungskräfte-Weiterbildung und Verhandlungführung sowie Ausbilderin in TZI gibt die Sicht der Gruppe wieder: „Das Tool ist praxisnah und eignet sich sehr gut für die Reflexion der eigenen Arbeit mit Gruppen“. 

Die guten Rückmeldungen zu dem Gesamtprojekt motivieren das Projektteam sehr, den Leitfaden weiter zu optimieren und analog dazu ein zweites Online-Tool zur Planung bevorstehender Sitzungen zu entwickeln. 

Alle freuen sich auf den 2. Teil des Workshops am 2. November. Dann werten wir die Erfahrungen aus, die die Teilnehmer*innen mit dem Leitfaden bis dahin in der eigenen Praxis gemacht haben und sammeln weiteres Feedback ein. Außerdem stellen wir die Planungsvariante des Leitfadens vor und freuen uns auf Rückmeldungen dazu. 

Eine Teilnehmerin der „profunden Runde“ hängt ihr Feedback zum Online-Tool an die Metaplan-Wand.

Beate Kennedy, Studienrätin, Kreisfachberaterin für Kulturelle Bildung und TZI-Expertin aus Kiel über LEADR:

„Das LEADR-Reflexionstool ist eine überzeugende Möglichkeit, genuine Fragestellungen der TZI online zu bearbeiten. Es vermittelt zudem über die begleitenden Info-Buttons pädagogisches Grundwissen, was seinen Einsatz insbesondere für Lehrkräfte fruchtbringend gestaltet. Dass der Open Access es den Nutzer*innen ermöglicht, den Fragebogen nach ihren eigenen Bedürfnissen zu gestalten, zeigt, dass großes Vertrauen in die Fähigkeiten der Teilnehmenden im verantwortungsvollen Umgang mit solchen Ressourcen gesetzt wird. Es wird interessant werden zu sehen, wie das Reflexionstool im Einzelnen verändert werden wird. Die Einladung, gemeinsam in zwei Workshops an der Entwicklung des Tools zu arbeiten, also ein peer-review in einem Kreis von erfahrenen Führungspersönlichkeiten durchzuführen, ist ein Zeichen für die hohe Qualität des Werkzeugs – und letztlich des Anspruchs der TZI.“

Wer arbeitet im Projekt LEADR?

Kernteam: 

Margitta Holler, Projektteam LEADR – Leitung, Organisationsberaterin, Coach, Pädagogin, TZI-Ausbilderin (Ruth-Cohn-Institut), Leitung der Arbeitsstelle Studium und Didaktik der HAW Hamburg i.R. 

Wiebke von Bergen, Projektteam LEADR – pädagogische Beratung, Beraterin, Trainerin, Supervisorin, TZI-Expertin

Dr. Marc Casper, Projektteam LEADR – wissenschaftliche Beratung, Berufs- und Wirtschaftspädagoge in der Lehrer*nnenbildung (Humboldt-Universität Berlin) und Schulberater, TZI-Experte

Erweitertes Projektteam HAW-Hamburg: 

Prof. Dr. Jutta Abulawi, Professorin an der Fakultät TI 

Wiebke Bendt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Office und Lehrende
Prof. Dr. Eva Wilk, Professorin am DMI 

Technische Beratung:

Jakob Kopzcynski, Team HOOU

Design:

Jakob de Boer

Prozessbegleitung:

Dorothee Wagner, Team HOOU

Digitale Qualifizierung:

Julia Bieck, Team HOOU

Welche Produkte entstehen in LEADR?

  • Ein Online-Tool zur Leitungsreflexion
  • Ein Online-Tool zur Vorbereitung von Leitungssituationen
  • Verschriftlichte Konzepte für Workshops zur Einführung von LEADR 
  • Übersetzung ins Englische
  • Weiteres Begleitmaterial in Form von Podcasts, Film etc. – alles angelegt als offene Lernmaterialien (OER)

Wie verläuft das Projekt?

  • Die erweiterte Projektgruppe gibt zu den jeweiligen Entwürfen der Kerngruppe das erste Feedback. 
  • In Workshops mit den Zielgruppen holt sich die Kerngruppe weiteres Feedback, die Tools werden ausprobiert.
  • Die Kerngruppe bearbeitet alle Rückmeldungen in einem strukturiert dokumentierten „Ticketsystem“ und entscheidet begründet, welche Rückmeldungen wie in die Tools integriert werden.

Wer neugierig geworden ist, kann das Online-Tool zur Reflexion schon im Entwicklungsprozess ausprobieren. Wir freuen uns über Dein Feedback an post@marccasper.de. Hier der Link zum aktuellen Entwurf: 

https://www.hoou.de/projects/leadr-leadership-with-reflection/pages/leadr-tool

Verfasser*innen: Marc Casper, Margitta Holler, Wiebke von Bergen

Let’s Talk Climate! (Action) – Neuer Podcast

Hitzetode, exotische Stechmücken, Katastrophenalarm, Klimastress. Die Herausforderungen des Klimawandels auf die Bevölkerung sind unglaublich divers – und genauso vielseitig müssen wir ihnen begegnen. Und zwar jetzt: Let’s Talk Climate Action!

Im Podcast Let’s Talk Climate Action! wird den Herausforderungen des Klimawandels auf die Gesundheit zusammen mit Expert:innen verschiedenster Forschungsdisziplinen und Handlungsfelder auf den Grund gegangen.
Der Blick geht vor allem nach Deutschland. Was wissen wir bereits? Was kommt da auf uns zu? Wie können wir uns (besser) darauf vorbereiten? Und wen oder was brauchen wir dafür?
Kurz gesagt: Let’s Talk Climate Action!
Derya Taser und Juliane Bönecke setzen dabei die Brille der Gesundheitswissenschaften und Public Health auf und werfen einen Blick auf das große Ganze – von der Gesundheit des Einzelnen hin zum Wohlergehen der Bevölkerung und unseres Planeten.

“Let’s Talk Climate Action!” ist ein Ergebnis des Bildungsprojekts KlimaGESUND der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und wird unterstützt durch die Hamburg Open Online University (HOOU) im Rahmen des Projekts “Let’s Talk Climate!”. KlimaGESUND wurde gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel.

Hier kann ein Blick auf das Lernangebot geworfen werden, was im Laufe des Jahres immer weiter ergänzt wird https://www.hoou.de/projects/lets-talk-climate/preview.
Und hier geht es zur Podcast Seite https://www.hoou.de/podcasts/lets-talk-climate-action .

30. September: stARTcamp meets HOOU #scHH22

Menschen sitzen auf Sitzkissen und arbeiten am Laptop.
Hello I’m Nik/unsplash

Am Freitag, 30. September 2022 findet das diesjährige stARTcamp meets HOOU statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung aus organisatorischen Gründen erforderlich. Veranstaltungsort ist der neue Campus Barmbek der Hochschule für Musik und Theater am Wiesendamm 26, 22303 Hamburg.

Motto 2022

Offen, kollaborativ und digital – wie gemeinsam(e) Ressourcen in der Kultur und Wissenschaft geschaffen werden

Digitale Medien unterliegen einem “Partizipationsparadox”: Einerseits können praktisch alle Menschen, die ein Smartphone besitzen, Inhalte erstellen und verbreiten, sich an Debatten und Aktionen beteiligen und haben somit zahlreiche Möglichkeiten der Teilhabe und Mitwirkung. Andererseits gestatten die digitalen Diensteanbieter keine Mitbestimmung und Transparenz darüber, wie sie die Daten verarbeiten und verwenden, die auf ihren Plattformen generiert wurden. Kultur und Wissenschaft können eine wichtige Rolle dabei spielen, Gegenentwürfe zu dieser Praxis zu entwickeln, indem sie Ressourcen anbieten und bereitstellen, die wirklich gemeinschaftlich erstellt und genutzt werden können.

Beim stARTcamp meets HOOU 2022 sollen Fragen rund um dieses Thema diskutiert werden. Welche Beispiele gibt es bereits? Welche Erfahrungen haben Kultur- und Wissensschaftseinrichtungen gemacht? Was zeichnet partizipative Formen und Formate aus und worauf kommt es bei ihrer Entwicklung an? Wo liegen technische, redaktionelle oder rechtliche Hürden und wie können wir mit ihnen umgehen? Wie können sich offene Angebote gegen die mächtigen Digitalkonzerne behaupten? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es für offene Ressourcen?

Wie bereits seit 2018 etabliert, wird das stARTcamp meets HOOU 2022 als stARTcamp+ durchgeführt. Das heißt, es wird mit einem konferenzartigen Teil am Vormittag eröffnet, bevor die Veranstaltung in das klassische, offene Barcamp-Format übergeht. Felix Stalder – Autor des Buches “Kultur der Digitalität” – eröffnet den Tag mit einer Keynote. In einem anschließenden Panel stellen Vertreterinnen verschiedener Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen Beispiele offener Ressourcen vor und diskutieren diese.

Du bist wichtig!

Wie jedes Barcamp lebt auch das stARTcamp meets HOOU von deiner aktiven Beteiligung. Stelle Fragen, moderiere eine Diskussionsrunde, biete einen Workshop an, halte einen Vortrag oder berichte einfach in den sozialen Medien mit dem Hashtag #scHH22. Spontane Sessionvorschläge kannst du am Tag der Veranstaltung in der Eröffnungsrunde machen – oder bereits im Vorfeld im HOOU-Team ankündigen. Wichtige Bestandteile der Veranstaltung sind die Vernetzung und der interdisziplinäre Austausch zwischen Wissenschaftler*innen und Kulturschaffenden.

Programmablauf (Änderungen vorbehalten)

9.15 Begrüßung, Vorstellung, Sessionvorstellung

9.30 Vortrag Felix Stalder

10.30 Diskussionsrunde

11.15 Pause

11.45 Sessionvorstellung

12.30 Sessionblock 1

13.30 Pause

14.30 Sessionblock 2

15.15 Pause

15.45 Sessionblock 3

16.30 Abschluss

Anmeldung

Das stARTcamp meets HOOU findet am Freitag, 30. September 2022 9.00 bis 17.00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung aus organisatorischen Gründen erforderlich. Veranstaltungsort ist der neue Campus Barmbek der Hochschule für Musik und Theater am Wiesendamm 26, 22303 Hamburg.

Zur Anmeldung: kostenfreie Anmeldung

Zielgruppen

Das stARTcamp meets HOOU richtet sich an alle, die sich für den digitalen Wandel im Wissenschafts- und Kulturbereich interessieren: Mitarbeitende von Hochschulen, Bibliotheken, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Kreative und Kulturschaffende sowie eine interessierte Öffentlichkeit.

Veranstalter

Das stARTcamp meets HOOU 2022 wird gemeinsam durch den stARTconference e.V. und das Multimedia Kontor Hamburg sowie die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg organisiert. Die Veranstaltung wird erneut von der NORDMETALL Stiftung unterstützt.

Wir bedanken uns bei unserer Förderin NORDMETALL-Stiftung.

Kulturmanagement innovativ KONTAKT: Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Mitwirkende:

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Herzlich Willkommen bei Kulturmanagement innovativ KONTAKT mit Prof. Dr. Uwe Schneidewind!

Zusammenfassung

Mit Uwe Schneidewind sprechen wir über ähnliche Begrifflichkeiten in seinen Veröffentlichungen und in unserem Kulturmanagementstudium – zum Beispiel über den Begriff der Haltung. Außerdem sprechen wir über die guten und schlechten Seiten von Innovationen, über die Verantwortung und  Möglichkeiten von Kultur und Politik in den andauernden Transformationsprozessen und über ein besonderes Praxisbeispiel für Innovation aus Wuppertal.

Kurzbiografie

Uwe Schneidewind ist Wirtschaftswissenschaftler und seit November 2020 Oberbürgermeister von Wuppertal für die Grünen. Bis zur Aufnahme seines politischen Amtes 2020 war er Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Er hatte außerdem eine Professur für “Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit” am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal inne.Seit 2011 ist er Mitglied im Club of Rome.Schneidewind ist Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher. In seinem Buch “Die große Transformation” entwickelt er den Begriff “Zukunftskunst”.

Shownotes

Auf der Website der Stadt Wuppertal finden sich gesammelte Angaben zu ihrem Oberbürgermeister Uwe Schneidewind: https://www.wuppertal.de/microsite/Oberbuergermeister/zuperson/zur-person.php
Die Mission des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, sowie viele andere Informationen finden sich auf deren Website: https://wupperinst.org/das-institut
Website des Club of Rome: https://clubofrome.de Die Utopiastadt, ein “Andauernder Gesellschaftsprozess mit Ambition und Wirkung”, wird hier präsentiert: https://www.utopiastadt.eu
“Die große Transformation” ist im Fischer Verlag erschienen:https://www.fischerverlage.de/buch/uwe-schneidewind-die-grosse-transformation-9783596702596
Mit Elita Wiegand spricht Uwe Schneidewind über das Buch: https://wir-die-zukunftsmacher.de/beitrag/zukunftskunst-die-transformation-kreativ-und-experimentell-gestalten/
In diesem Video spricht Uwe Schneidewind über Zukunftskunst und die Notwendigkeit einer Wende zu einer Nachhaltigen Entwicklung: https://www.ardmediathek.de/video/tele-akademie/prof-dr-uwe-schneidewind-zukunftskunst-gelingt-uns-die-wende-zu-einer-nachhaltigen-entwicklung/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzNDMxMTk

Eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) und dem Multimediakontor Hamburg (MMKH).

Let’s Talk Climate Action! #1 Wissen und Unwissen im Gesundheitswesen

Mitwirkende:
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Prof. Dr. Walter Leal

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Episode 1:

Unser erster Gesprächspartner ist der Projektkoordinator von KlimaGESUND, Prof. Dr. Walter Leal von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Mit ihm habe ich mich zu verschiedenen Klimawandelfolgen auf die Gesundheit der Bevölkerung ausgetauscht und seine verschiedenen Aktivitäten an der Hochschule kennengelernt.

Klimabildung im Gesundheitssektor

In unserer ersten Folge von “Let’s Talk Climate Action!” sprechen wir über Wissen und Unwissen rund um den Klimawandel im Gesundheitssektor und beleuchten dabei die Bildungsprogramme der Gesundheitswissenschaften und Public Health in Deutschland genauer. Wie steht es um die (Aus)Bildung zu den Herausforderungen und Ursachen des Klimawandels iim Gesundheitssektor? Wo können und müssen wir aktiv werden? Und was ist eigentlich Planetare Gesundheit? Kurz gesagt: Let’s Talk Climate Action! Dabei setzen wir die Brille der Gesundheitswissenschaften und Public Health auf und werfen einen Blick auf das große Ganze – von der Gesundheit des Einzelnen hin zum Wohlergehen der Bevölkerung und unseres Planeten.

Zu Gast: Professor Dr. Dr. Walter Leal Professor Walter Leal ist Leiter des Forschungs- und Transferzentrums “Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement” an der HAW Hamburg und ist seit 1987 im Bereich Umweltmanagement tätig. Er ist Initiator des Internationalen Klimawandel-Informationsprogramms ICCIP, Herausgeber zahlreicher internationaler Fachpublikationen und Bücher und agiert darüber hinaus als Review Editor für den Weltklimarat. Er beschäftigt sich mit den Themen Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel und Energie sowie Life Sciences und Innovation.

Bildungsprojekte am Forschungs- und Transferzentrum für Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement (FTZ-NK) und der HAW Hamburg

Projekt KlimaGESUND Bildungsmodul für die Einführung des Themas „Klimawandel und Klimaanpassung aus Sicht der Bevölkerungsgesundheit in den Gesundheitswissenschaften und Public Health“

Projekt KlimaROBUST Bildungsmodul zur Integration von Klimaanpassung in die Ingenieurswissenschaften

Projekt CliMap-HEALTH Lernangebot der Hamburg Open Online University (HOOU)

Projekt Let’s Talk Climate Lernangebot der Hamburg Open Online University (HOOU)

Toolbox: Sustainable Development Goals Lernangebot der Hamburg Open Online University (HOOU)

Einführung in das Thema Klimawandel und Gesundheit Studierendengesundheit – CamPuls

Planetare Gesundheit und Call for/to Actions

Planetare Gesundheit – Was ist das? ‘ Das Konzept der Planetaren Gesundheit beschreibt die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit der Menschen, der Tierwelt und der Ökosysteme und umfasst ein transdisziplinäres Verständnis der Einflüsse auf und Bedingungen für die Gesundheit.’ (Centre for Planetary Health Policy)

Health for Future ‘ Bei Health for Future engagieren sich Pflegefachpersonen, Therapeutinnen, Ärztinnen, Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Studierende, Auszubildende und Angehörige aller im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen gemeinsam mit anderen Menschen für Klimagerechtigkeit und den Erhalt der Natürlichen Lebensgrundlagen sowie der Biodiversität des Planeten als Voraussetzung für unsere Gesundheit’ (Health for Future)

Lancet Countdown Policy Brief für Deutschland 2020 und 2021

  • herausgegeben von der Bundesärztekammer, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem Helmholtz Zentrum München und dem Lancet Countdown, koordiniert durch die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG)

Call for and to Action: Klimawandel und Public Health ‘Public-Health-Akteure sind gefordert, sich aktiv bei der anstehenden großen Transformation für die Gesundheit der Menschen einzusetzen. Und das muss weit über die Bewältigung akuter Krisen, wie Hitzestress, Überschwemmungen, Dürren und Folgen schwerer Stürme oder Ausbreitung von Krankheitsüberträgern, Ernährungsunsicherheit und Vertreibung hinausgehen. Entscheidend sind dabei vor allem verhältnispräventive Maßnahmen. Dabei müssen der Health in All Policies– und Gesundheit für alle-Ansatz bei allen Handlungsfeldern richtungsweisend sein.’ (Zukunftsforum Public Health)

Inspirierende Bildungsinitiativen zu Klimawandel, Gesundheit und planetarer Gesundheit

Planetare Gesundheit und Planetary Health Academy der KLUG e.V. Leifaden für Lehrangebote zu planetarer Gesundheit

Klimawandel und Bildung Angebot des Klinikums der Universität München

Was wir heute übers Klima wissen Basisfakten zum Klimawandel aufbereitet durch das Deutsche Klima Konsortium DKK

Arbeiten mit Klimadaten Angebot des Hamburger Bildungsservers

Klima-Fact-Sheets GERCIS Klima und Klimawandel Fact-Sheets für Länder, Regionen und Klimazonen

“Let’s Talk Climate Action!” ist ein Ergebnis des Bildungsprojekts KlimaGESUND der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und wird unterstützt durch die Hamburg Open Online University (HOOU) im Rahmen des Projekts “Let’s Talk Climate!”. KlimaGESUND wurde gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel.

Feedback gern via E-Mail an klima-gesund@ls.haw-hamburg.de.

Musik: John Bartmann “African Moon” via Free Music Archive, Lizenz CC0 1.0Podcast Cover: Annabell Koenen-Rindfrey “Podcast Cover – Let’s Talk Climate Action!’, Lizenz CC BY-SA 4.0

03 | Werner Bogula, Digital Enabler

Mitwirkende:
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Axel Dürkop
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Werner Bogula

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Kreativität und Künstliche Intelligenz

Gast der dritten Folge unserer Reihe ist Werner Bogula. Er versteht sich als Digital Enabler, der andere unterstützt, Zugang zu aktuellen digitalen Technologien zu erlangen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist Kreativität und Künstliche Intelligenz, die er z. B. mit dem KISS-Projekt Schüler*innen und Studierenden näherbringen möchte. Im Juni 2022 hat er für das Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) das Creative-AI-Symposium in Hamburg veranstaltet.

Werner Bogula ist Musiker und spielt die Laute, für die er mit Unterstützung einer KI neue Stücke komponiert hat. Tonbeispiele gibt’s im Podcast sowie viel Inspiration zum Quereinstieg in das Thema.

Aufnahmedatum: 28. Juni 2021
Moderation: Axel Dürkop
Gast: Werner Bogula

Lernangebot auf hoou.de besuchen

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Lernanregungen

Hast du Lust bekommen, noch tiefer einzusteigen? Wir haben ein paar Vorschläge für dich zusammengestellt:

Grundlagen

Was sind Linguistik und Natural Language Processing (NLP)?

Sprachanalyse und Textgenerierung sind gegenwärtig spannende und stark anwendungsorientierte Forschungsfelder im Bereich Künstlicher Intelligenz. Der Fachbegriff, unter dem im Netz Informationen zu finden sind, lautet Natural Language Processing (NLP), was auf Deutsch häufig mit Computerlinguistik übersetzt wird. Zum Einstieg in das Thema haben wir für dich einige Links und Informationen ausgewählt:

OER zum Thema

Welche Bildungsmaterialien und Tools gibt es, um selbst in die Materie einzusteigen?

Werner Bogula hat sich mit offenen Bildungsmaterialien (engl.: Open Educational Resources (OER)) im Selbststudium für aktuelle Technologien weitergebildet. Wir haben für euch einige zusammengestellt:

Was ist KISS?

KISS heißt “KI für Schüler*innen und Studierende” und ist ein Projekt, das Werner Bogula für die HOOU zusammen mit der HAW Hamburg entwickelt hat.

Musik und Kunst

Wo kann ich mehr Musik von Werner Bogula hören?

Werner Bogula hat die Kompositionen für die Laute auf Soundcloud veröffentlicht. Auf YouTube erläutert er in seinem Vortrag AI and Music Generation, wie diese Musik entsteht.

Zudem hat Werner Bogula einen zweiteiligen Blogpost veröffentlicht, indem er weiteres Material aus seiner Arbeit zeigt.

Was ist Aleatorik?

Neben anderen Komponisten hat Wolfgang Amadeus Mozart ein musikalisches Würfelspiel entwickelt.

Wie sieht die Kunst aus, die in der Zusammenarbeit von Peezmo, Werner Bogula und einer KI entstanden ist?

Credits

Musik: Fat Caps von Jason Shaw auf Free Music Archive, CC BY 3.0 United States License


Jingle: Game Sound Intro To Game von Bertrof auf freesound, CC BY 3.0; Stimmen generiert mit Scratch

Feedback

Feedback, Fragen und Vorschläge unter meinwegzuki.hoou@tuhh.de

Neues Lernangebot zur Mediennutzung Jugendlicher

Auf dem Bild sind Figuren abgebildet die mithilfe von Leitern auf Medien-Devices klettern

Welche Apps nutzen Jugendliche? Wie oft begegnen ihnen auf dem Handy Falschnachrichten? Wie reflektieren sie ihren Medienkonsum?

Das neue Lernangebot im Rahmen des Projekts #usethenews richtet sich an (angehende) Lehrer:innen. Es hilft ihnen, das Nutzungsverhalten von Jugendlichen zu verstehen und bietet neben einem informativen Quiz, Hintergrundinformationen und Studien.

Auf dem Bild sind Figuren abgebildet die mithilfe von Leitern auf Medien-Devices klettern
Lizenz: CC BY Patrick Nägele, Fiete Stegers, #UseTheNews

https://www.hoou.de/projects/wie-nutzen-jugendliche-social-media-und-andere-medien/preview

Das Lernangebot lässt sich gut im Unterricht einbauen, oder hilft Lehrer:innen ihre Schüler:innen besser zu verstehen.

Programmierer:in für HOOU-Projekt gesucht

zu sehen ist ein mock-up für das tool, was programmiert werden soll

Wir wünschen uns ein durch eine Lehrkraft konfigurierbares Tool, das für beliebige Internet-Links eine Vorschau-Ansicht generiert (Social-Media-Plattformen, Zeitungswebsites etc. ). Zusätzlich könnten alternativ Screenshots selbst hochgeladen werden. Angezeigt werden sollen Überschrift, Bild, Teasertext, Absender, Plattform.

In der Ansicht für Schülerinnen und Schüler (eigener Device oder gemeinsamer Screen) sollen diese die einzelnen Vorschau-Bilder dann auf einer Punkteskala inhaltlich bewerten – individuell auf ihrem eigenen Device. Resultat ist eine aus den individuellen Bewertungen der SuS zusammengeführte und für alle sichtbare Rangliste der Items. Deren Zustandekommen kann dann inhaltlich im Unterricht diskutiert und nachbereitet werden.

Das sind die Basisfunktionen, weitere Optionen sind je nach Aufwand denkbar z. B. unterschiedliche Kriterien. Wir würden gerne sobald wie möglich in den Umsetzungsprozess einsteigen.  Kontakt: fiete.stegers@haw-hamburg.de

Mock-Up des zu programmierenden Tools

Kulturmanagement innovativ KONTAKT: Prof. Dr. Martin Zierold

Mitwirkende:

Downloads:

Kurzbiografie

Prof Dr. Martin Zierold hat Kommunikationswissenschaft, Angewandte Kulturwissenschaft, Englische Philologie an der Universität Münster studiert. Er war Pressesprecher des Musik-Festival Grafenegg und des Tonkünstler-Orchester, bevor er seine Professur an der für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft an der Karlshochschule International University antrat. Heute ist er Professor für Organisationstheorie und Change Management und Leiter des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der HfMT Hamburg, ist Gastgeber des Podcasts “Wie geht’s” und freiberuflicher Lehrtrainer, Berater und Coach.

Shownotes

Einen breiten Überblick über Prof. Dr. Martin Zierolds Tätigkeiten erhält man auf seiner Website. Hier informiert er über neue Publikationen, Vorträge und weitere Aktivitäten.
Zum Podcast “Wie geht’s – Kultur in Zeiten der Transformation” geht es HIER.

Eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) und dem Multimediakontor Hamburg (MMKH).

Digitale Tools an Hochschulen – mit dem Datenschutz im Blick …

Möchten Sie in der Lehre oder für die Zusammenarbeit in Teams digitale Tools einsetzen, so gibt es hierfür mittlerweile eine große Vielfalt, oft in der Basisversion auch kostenfrei. Wichtig ist es, bereits vor der Nutzung die Datenschutzkonformität zu prüfen, weitere datenschutzrechtliche Anforderungen zu beachten sowie hierfür die hochschulinternen Prozesse zu kennen – oder zu etablieren. Ein 4-seitiges Papier fasst die wichtigsten Aspekte in einer erweiterten Checkliste zusammen.

Haben Sie in einer Online-Veranstaltung ein Aktivierungs-Tool wie etwa Kahoot, Mentimeter, Tweedback oder Surveymonkey kennen gelernt und würden dieses gern auch an Ihrer Hochschule nutzen? Oder möchten Sie im Team besser zusammenarbeiten und dafür ein digitales Kollaborations-Tool wie beispielsweise Collaboard, Conceptboard, Miro, Padlet oder Taskcard einsetzen? * Praktisch umzusetzen ist die Nutzung häufig sehr leicht und schnell. Bei vielen Diensten genügt eine kurze Registrierung, und los geht’s.

In rechtlicher Hinsicht gibt es einige Zwischenschritte vor der Nutzung, um datenschutzkonform vorzugehen. Das hängt damit zusammen, dass selbst einfach gestaltete Dienste fast immer datenschutzrechtliche Komponenten haben.

Beim Aufruf einer Website über einen Browser oder einer App innerhalb einer Anwendung wie MS Teams wird u. a. (mindestens) die IP-Adresse des Rechners der Nutzenden, also deren Netzwerkadresse, an die aufgerufene Website bzw. den Diensteanbieter übertragen. IP-Adressen sind laut Rechtsprechung und EU-Datenschutzgrundverordnung personenbezogene Daten, so dass die Nutzung entsprechender Tools bereits aus diesem Grund so gut wie immer datenschutzrelevant ist.

IP-Adressen des Rechners = personenbezogene Daten

Auf Kollaborations-Boards werden oft Namen von Teammitgliedern, deren Aufgaben, gelegentlich auch Fotos oder persönliche Auffassungen gespeichert. Zusätzlich speichern die Dienste häufig, wann oder wie lange sie genutzt wurden.

Einsatz digitaler Tools an Hochschulen gilt zumeist als Auftragsverarbeitung

Hinzu kommt, dass die Nutzung digitaler Anwendungen zwecks Kollaboration oder Aktivierung, zumindest sofern nicht selbst gehostet, datenschutzrechtlich sehr häufig als sog. Auftragsverarbeitung im Sinne von Artikel 28 DSGVO gilt. Das hängt damit zusammen, dass die Daten der Nutzenden auf Servern der Anbieter erfasst, gespeichert oder anderweitig verarbeitet werden.

Abb.: Digitale Tools an Hochschulen – Datenschutz, Martina Schradi für HOOU@HAW (2022), CC BY 4.0

Die Folge ist, dass der Einsatz digitaler Tools an Hochschulen bestimmte Prüf-, Dokumentations- und Informationspflichten mit sich bringt. Diese sollten, gerade auch mit Hinblick auf die oft knappen Ressourcen für Datenschutz und Datensicherheit, im Idealfall frühzeitig angegangen werden.

Prüf-, Dokumentations- und Informationspflichten gemäß DSGVO

Denken Sie die Datenschutzkonformität und auch Datensicherheit also immer mit, wenn Sie digitale Tools an Ihrer Hochschule nutzen möchten.   

Der unten verlinkte Beitrag sensibilisiert für wichtige Datenschutzaspekte, die Lehrende und sonstige Verantwortliche an Hochschulen, die den Einsatz bestimmter digitaler Tools in Betracht ziehen oder anstoßen möchten, im Blick haben sollten. Anhand einer erweiterten Checkliste werden relevante Schritte skizziert, die in der Regel erforderlich sind, bevor die Aktivierung oder Kollaboration mittels der Tools starten kann.

Kommen Sie zu der Einschätzung, dass die Tools, die Sie gern einsetzen würden, datenschutzrechtlich relevant sind, wenden Sie sich möglichst frühzeitig an den/die Datenschutzbeauftragte/n oder sonst für Datenschutzfragen Verantwortlichen an Ihrer Hochschule.

Checkliste (PDF, 4 S.) Digitale Tools für Lehre und Kollaboration – Datenschutzaspekte

*(Die Nennung der Tools ist beispielhaft; Es gibt sehr übersichtliche Listen mit digitalen Tools für die Lehre und Kollaboration, teils auch mit ersten Anmerkungen bzw. überschlägigen Einschätzungen zum Datenschutz, siehe z. B. hier: https://wiki.llz.uni-halle.de/Portal:Tools und hier: https://find-my-tool.io/.)

Credits für diesen Artikel:
Autorin: ANDREA SCHLOTFELDT, Lizenziert unter CC BY 4.0

ANDREA SCHLOTFELDT berät unsere Projekte zu allen Rechtsfragen, die bei der Produktion und Veröffentlichung von OER überhaupt aufkommen können. Sie kümmert sich auch um Datenschutzfragen und ist immer up to date, was neue Rechtsgrundlagen angeht. Außerdem twittert sie erfolgreich unter @medienrecht.